Streifzüge an der Riviera by Eduard Strasburger

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By Ronald Gonzalez Posted on Dec 25, 2025
In Category - Business
Strasburger, Eduard, 1844-1912 Strasburger, Eduard, 1844-1912
German
Ever feel like you're walking the same old paths? I just finished this incredible travel journal from 1877 that made me see the French Riviera with fresh eyes. It's not your typical sunny beach read—it's the adventure of a German botanist who ditched his microscope to hike the wild backroads between Nice and Genoa. The real mystery? What happens when a scientist obsessed with tiny plant cells tries to make sense of massive mountains, crumbling Roman ruins, and villages clinging to cliffs. It's a beautiful clash between scientific precision and pure human wonder. You'll feel the dust on the road and smell the wild herbs right along with him.
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Frühlingsempfindungen wecken, während es draußen noch schneit und friert. *Bonn* 1895. FRÜHJAHR 1891. I. Es war Mitte März: Wir erwarteten sonniges Frühlingswetter, und doch regnete es an der Riviera. Unaufhörlich schlugen die Regentropfen gegen die Scheiben, heftig oder gelinde, doch ohne Ende, so daß auch die Tage endlos erschienen. Mißmuthig hatte man das Buch aus der Hand gelegt, die Unterhaltungen stockten. Bittere Klagen wurden über das Wetter laut. So Mancher war über die Alpen geeilt in der sicheren Erwartung, jenseits derselben den viel gepriesenen ewig blauen Himmel zu schauen; er hatte gehofft, den nahenden Vollmond in den Fluthen des Mittelmeeres sich spiegeln zu sehen, und nun wurde all’ sein Sehnen und Trachten zu Wasser. – Ich selbst, der ich oft schon den Frühling in Italien zugebracht hatte, faßte die Sachlage weit ruhiger auf. Wußte ich doch, daß auch in Italien die Regenzeit auf das Frühjahr fällt. Würden die Felder und Gärten Italiens nicht im Spätherbst und Frühling mit Regen getränkt, wie sollten sie Früchte tragen? Herrscht doch in den übrigen Jahreszeiten meist die größte Dürre. Was mich veranlaßt, trotz dieser scheinbar wenig günstigen Aussichten, doch immer wieder gerade im Frühjahr über die Alpen zu ziehen, das ist die Sehnsucht nach grünen Fluren und belaubten Bäumen, nach etwas Sonne und Wärme; die Zuversicht, am Mittelmeer doch mildere Witterung als im Norden zu finden, die Hoffnung, dort auch manchen sonnigen Tag, ja bei einigem Glück eine ganze Reihe solcher Tage zu erleben. Nach dem langen, kahlen, kalten nordischen Winter wirkt der Contrast am stärksten; man freut sich über das kärglichste Grün, nimmt dankbar jeden Sonnenstrahl entgegen, während schon Mancher zur Herbstzeit in der sonnverbrannten lombardischen Ebene sich nach den saftreichen Matten und dem üppigen Baumwuchs der Alpen zurücksehnte. Der Herbst pflegt auch in unseren Breiten schön zu sein, während unser März- und Aprilwetter mit Recht berüchtigt ist. So kam es auch in diesem Frühjahr; denn während Briefe und Zeitungen uns Kunde von Schnee und Kälte von jenseits der Alpen brachten, hatten wir uns am Mittelmeer alsbald des herrlichsten Sonnenscheins zu erfreuen. Ganz besonders schön wurde es um die Osterzeit. Himmel und Erde zogen ihr Festkleid an, um sich in unsterbliche Pracht zu hüllen. Der Ostersonntag fand mich in Bordighera. Vor Tagesanfang brach ich auf, um den Monte Nero zu besteigen. Doch blieb ich bald gefesselt am Cap d’Ampeglio stehen und wartete dort den Sonnenaufgang ab. Geisterhaft verklärt tauchte Corsica in weiter Ferne auf; vorn aber folgte das entzückte Auge der reichgegliederten Küste, die im weiten Bogen das Meer umfaßt, als wolle sie es liebevoll an sich schließen. Der Osten war stark geröthet, und dieser purpurne Schein färbte in glühenden Tönen die Kämme der stahlblauen Wellen. Kein Wölkchen trübte das Himmelsgewölbe, das aus tiefstem Blau durch zartes Grün sich gegen die Meeresfläche senkte. Plötzlich tauchte der rothe Sonnenball am Horizont empor und sandte seine feurigen Strahlen über das weite Meer, als wenn er es entzünden sollte. Und tausend Lichter drangen in die tiefen Buchten des Strandes, in die dunklen Thäler der Küste ein, um aus denselben die Schatten der Nacht zu verscheuchen. Hell blitzten in weiter Ferne, wie von Feuersbrunst erfaßt, die Häuser von Monaco auf, und selbst das entfernte Antibes warf lange, goldige Strahlen der Sonne als Morgengruß zurück. Ueberall war es wie ein Aufflammen, ein Erwachen, und gleich einem Jubelruf tönte es durch die ganze Natur. So feierten an jenem Morgen Himmel und Erde am blauen Mittelmeer das Fest der Auferstehung! Ich war in dieses Schauspiel wie verloren und merkte nichts von dem Schwinden der Zeit. So kam es, daß die Sonne schon hoch am Himmel stand, als ich die Weiterwanderung...

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Published in 1877, this book is Eduard Strasburger's personal diary of a walking tour. Forget fancy hotels—he traveled on foot with a simple knapsack, following ancient mule tracks and coastal paths few tourists ever saw. The story is his day-by-day account of climbing steep hills, getting lost in olive groves, and finding unexpected Roman aqueducts in the middle of nowhere. He meets shepherds, argues with innkeepers about the price of wine, and spends pages describing a single wildflower he's never seen before. The plot is simple: a man walks from point A to point B. But the real journey is in his head, as he switches between measuring rock formations and just sitting still to watch the sunset over the Mediterranean.

Why You Should Read It

What grabbed me was Strasburger's voice. He's a world-class scientist, but here he's just a curious, sometimes awkward, traveler. You can feel his brain working. One minute he's calculating the altitude, the next he's completely charmed by the sound of church bells echoing in a valley. He doesn't romanticize things—he complains about bad food and sore feet—but his deep love for the natural world shines through every page. It's a quiet, thoughtful look at how travel changes us, written long before Instagram and tour buses.

Final Verdict

Perfect for anyone who loves slow travel, nature writing, or a good historical escape. If you enjoy books like Patrick Leigh Fermor's walking memoirs or the quiet observations in Robert Macfarlane's work, you'll find a kindred spirit here. It's not a fast-paced adventure; it's a companion for a lazy afternoon, a book that makes you want to put on your own walking shoes and see what's around the next bend in the road.



📜 No Rights Reserved

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Kevin Wright
1 year ago

Surprisingly enough, it manages to explain difficult concepts in plain English. I learned so much from this.

Ava Thompson
1 year ago

I came across this while browsing and the character development leaves a lasting impact. Exactly what I needed.

Joshua Lopez
2 months ago

Simply put, it provides a comprehensive overview perfect for everyone. Truly inspiring.

James Davis
1 year ago

Five stars!

Richard Young
1 year ago

I came across this while browsing and the clarity of the writing makes this accessible. One of the best books I've read this year.

5
5 out of 5 (12 User reviews )

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