Hans und Suse in der Stadt by Trude Bruns

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By Ronald Gonzalez Posted on Dec 25, 2025
In Category - Leadership
Bruns, Trude, 1880-1931 Bruns, Trude, 1880-1931
German
Ever wonder what life was like for kids in a German city over a century ago? 'Hans und Suse in der Stadt' is a charming little time capsule that answers just that. It follows two siblings, Hans and Suse, through a single day in their urban world. There's no big villain or magical quest—the adventure is in the everyday. They run errands for their mother, watch street vendors, and explore their neighborhood. Reading it feels like peeking through a window into 1910s Germany. It's simple, sweet, and surprisingly vivid. If you enjoy historical fiction or stories about ordinary childhood, this forgotten gem is a quiet delight.
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und fertig am Tisch in Susens Zimmer, bereit zur Schule zu gehen. Dabei waren es ganze anderthalb Stunden vor Schulanfang. Aber die beiden hatten nun mal keine Ruh und Rast, seit sie hier in der Stadt weilten, und ihre Aufregung verriet sich in ihrem ganzen Wesen und Aussehen. Wie Schatten ihrer selbst sahen sie aus. Suse, die kecke, übermütige Suse, die sonst ihren Kopf mit der fürwitzigen Nase so hoch zu tragen pflegte, hielt ihn trübselig gesenkt. Und ihr Bruder Hans sah aus seinen großen, dunklen Augen verängstigt um sich. Die beiden fühlten sich ebenso verlassen und ausgestoßen hier in dieser fremden Stadt, in der sie gerade einen Tag verbracht hatten und in der sie doch eine lange Zeit bleiben sollten, um die höheren Schulen zu besuchen. -- Weit weg, an das andere Ende der Welt, schien ihnen ihr Elternhaus, das freundliche Arzthäuschen, gerückt; und dabei war es doch nur eine Tagereise entfernt und lag in den Bergen, deren Umrisse man an hellen Tagen wie eine feine Linie am Horizont wahrnehmen konnte. „Hans,“ sagte das kleine Mädchen plötzlich, „was meinst du, sind Frau Cimhuber und Ursel schon wach?“ „Ich glaub’, mir ist’s, als hätt’ ich jemand auf Pantoffeln gehen hören,“ erwiderte der Bruder... „vielleicht war’s Ursel.“ Suse nickte. Und halb zu Hans gewandt, halb wie im Selbstgespräch fuhr sie fort: „Gräßlich alt ist Ursel schon. Über sechzig Jahre. Und vierzig Jahre ist sie schon bei Frau Cimhuber gewesen. Das ist viel länger als unsere Rosel. Rosel ist gerade neun Jahre bei uns. Das ist einunddreißig Jahre weniger als Ursel.“ „Du Suse,“ fragte Hans mit einem Male, „was hat eigentlich gestern abend Frau Cimhuber über Ursel gesagt, als sie vor uns auf dem Sofa gesessen ist und deine Hand gehalten hat und uns so lange angesehen hat?“ „Das weißt du schon nicht mehr!“ rügte Suse, die so gern dem jüngeren Bruder gegenüber die Überlegene, Belehrende spielte. „Wirklich, das weißt du nicht mehr? -- Sie hat gesagt: ihr sollt Ursel stets mit Rücksichtnahme und Respekt begegnen; denn sie ist über vierzig Jahre in meinem Dienst und ist mir eine getreue Beraterin und bewährte Freundin gewesen, eine Stütze meines Hauses in Not und Gefahr. Nicht nur in fröhlichen Zeiten, sondern auch in trüben Zeiten voller Aufopferung und Liebe und echt christlichen Sinnes. Gehorcht ihr wie mir!“ „Aber, Suse, so viel hat sie nicht gesagt,“ fiel Hans ein. „Doch, Hans, ganz bestimmt!“ Und Suse wiederholte noch einmal: „Nicht nur in fröhlichen Zeiten, sondern auch in trüben Zeiten, voller Aufopferung und Liebe. Gehorcht ihr wie mir!“ -- Liebte sie es doch über die Maßen, feierliche Worte mit schöner Betonung aufzusagen, vor allem Gesangbuchverse oder Stellen aus Predigten, die sie Sonntags in der Kirche daheim auffing und nicht immer dem Sinn nach verstand. -- Und mit großer Genugtuung bemerkte sie bei diesen Gelegenheiten jedesmal, wie Hans, der schwerfälliger beim Auswendiglernen war als sie, bewundernd zu der begabten Schwester aufsah. Wieder war es nun still in dem Zimmer, bis Hans plötzlich leise fragte: „Magst du eigentlich Frau Cimhuber gern?“ Das kleine Mädchen wurde feuerrot, sah verlegen vor sich hin und schüttelte dann ihr Haupt. Da stieg auch dem Bruder die Verlegenheitsröte in die Wangen, und er gestand der Schwester, daß er die Pfarrfrau ebensowenig leiden möge. „Aber, Hans, wir müssen sie lieb haben,“ rügte da Suse, sich flugs ihres Amtes als Lehrmeisterin in allen Tugenden dem Bruder gegenüber entsinnend, „wir müssen sie lieb haben, das haben der Vater und die Mutter uns ausdrücklich befohlen.“ „Wenn ich aber nicht kann,“ meinte Hans gedrückt, „was soll ich da machen?“ Und als die Schwester schwieg, forschte er halblaut weiter: „magst...

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Published in the 1910s, Hans und Suse in der Stadt is a slice-of-life children's story from a world long gone.

The Story

We spend a day with brother and sister Hans and Suse in their German city. The plot is gentle and episodic. They might go to the market with their mother, buy bread from the baker, or watch the horse-drawn trams go by. The excitement comes from small discoveries: a new shop window, the sound of an organ grinder, or helping to carry a package home. It's a warm portrait of family life and the small wonders of a city seen through a child's eyes.

Why You Should Read It

This book is special because it's so honest. There's no heavy moralizing, just an observation of daily rhythms. You get a real sense of the sounds, smells, and pace of life before cars and smartphones. Hans and Suse feel like real kids—curious, sometimes impatient, and deeply connected to their immediate surroundings. It’s a calming, almost meditative read that makes you appreciate the simple routines that build a childhood.

Final Verdict

Perfect for readers who love social history or want a gentle, nostalgic story. It's a great pick for parents to share with kids to show how life has changed (and how it hasn't). Think of it less as a thrilling novel and more as a beautifully preserved postcard from the past. A quiet, rewarding read for a slow afternoon.



ℹ️ Copyright Status

This historical work is free of copyright protections. Feel free to use it for personal or commercial purposes.

Elizabeth Lopez
1 month ago

Recommended.

Ashley Martinez
10 months ago

This book was worth my time since it manages to explain difficult concepts in plain English. A true masterpiece.

Nancy Rodriguez
4 months ago

I came across this while browsing and the storytelling feels authentic and emotionally grounded. A valuable addition to my collection.

Joseph Allen
8 months ago

From the very first page, the flow of the text seems very fluid. I will read more from this author.

Jessica Lopez
5 months ago

Clear and concise.

5
5 out of 5 (14 User reviews )

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