Der Schandfleck : Eine Dorfgeschichte by Ludwig Anzengruber

(18 User reviews)   6081
By Ronald Gonzalez Posted on Jan 11, 2026
In Category - Business
Anzengruber, Ludwig, 1839-1889 Anzengruber, Ludwig, 1839-1889
German
If you think small-town drama is a modern invention, think again. Ludwig Anzengruber's 'Der Schandfleck' (The Stain of Shame) drops you into a 19th-century Austrian village where a single, ugly rumor can ruin a life. It's the story of a young man, Martin, who's marked by a secret from his birth. Everyone whispers about it, but no one will say it out loud. This book isn't about knights or kings; it's about the quiet, crushing power of gossip and whether a person can ever outrun their past. It feels surprisingly current, and you'll find yourself desperately hoping Martin can find a way to scrub off that invisible stain.
Share

Read "Der Schandfleck : Eine Dorfgeschichte by Ludwig Anzengruber" Online

This book is available in the public domain. Start reading the digital edition below.

START READING FULL BOOK
Instant Access    Mobile Friendly

Book Preview

A short preview of the book’s content is shown below to give you an idea of its style and themes.

Thespiskärrner beinahe ein volles Jahrzehnt hindurch angehörte. Die lange Reihe seiner Bühnenwerke, vom weit und breit bekannten „Pfarrer von Kirchfeld“ (1870), der seine erste, bis zu dem „Fleck auf der Ehr“ (1889), dessen erfolgreiche Aufführung seine letzte große Lebensfreude bedeutete, legt Zeugnis ab für den heiligen Ernst, der sein Schaffen im Dienste der Volksaufklärung und Volkserziehung beseelte. Es steckt ein Stück Kulturgeschichte in diesen Werken, im gewaltigsten Drama wie in der ausgelassensten Komödie; sie sind wie ein Spiegel der mancherlei sittlich-religiösen Tendenzen, die seine Zeit bewegten und erschütterten. Wie er im „Pfarrer von Kirchfeld“ das wahrhafte Christentum ausspielt gegen den Geist des Zelotentums und der Unduldsamkeit, so ist im „Meineidbauer“ die fromme Gewissenssophistik des Titelhelden, die selbst das Verbrechen zur göttlichen Schickung umlügt, der Angelpunkt des Geschehens. In „Hand und Herz“ ist es die Unlösbarkeit der katholischen Ehe, die er an einem herben Einzelfall als menschlich und sittlich verwerflich erweist; im „Vierten Gebot“, seinem wuchtigsten Drama, schärft er mit Nachdruck den Eltern ein: Seid eingedenk euerer Verantwortlichkeit! Der Zeit das Wort reden, das war’s, was er wollte. Der Widerspruch gegen Aberglauben und fromme Duckmäuserei, gegen kirchlichen Zwang, gegen alle geistigen und sozialen Ungerechtigkeiten lag ihm im Blute, so wenig der tiefe Menschenkenner und große Gestalter deshalb zum „Tendenzdichter“ wurde. Wahrheit verlangte und bot er, Wahrheit und Ehrlichkeit der Gesinnung, und seine höchste Moral war auf Mitleid gegründet. Die seine Sache zu führen haben, sind immer die Ärmsten und Letzten in der Gemeinde, die „Leidensfiguren aus dem Volke“, die Wurzelsepp oder Steinklopferhanns, und immer lautet die Anklage dann auf zu wenig Mitleid und Nächstenliebe. Für unsere Zeit kann es keinen moderneren Dichter geben als Ludwig Anzengruber. Ihn, den bei Lebzeiten nach seinen eigenen Worten die Mode versinken und darben ließ, muß die Gegenwart zwiefach verehren und lieben, als Schutzgeist der Gewissensfreiheit und Anwalt aller Bedrückten. Er war aber nicht bloß Dramatiker, er war auch Erzähler, und wiederum einer von großem Format und von eigener Prägung. Nicht alles, was er geschrieben hat, läßt das erkennen; zu oft zwangen Sorge und Not ihn zu billiger Tagesleistung. Schriftsteller, „die nur tun müssen, was sie nicht lassen können, aber was sie lassen wollen nicht tun müssen“, hat er sein Lebtag beneidet. Wem seine „Dorfgänge“ aber vertraut sind, die er noch selber für die Gesamtausgabe seiner Werke zusammengestellt hat, die tiefschürfenden Charakterstudien vom „gottüberlegenen Jakob“ und „Hartingers alter Sixtin“, vom „Sündkind“, vom „Sinnierer“ oder vom „Mann, den Gott lieb hat“; wer seine erschütternde Novelle „Der Einsam“, vor allem jedoch seine großen Romane „Der Sternsteinhof“ und „Der Schandfleck“ kennt, der weiß, daß sie kräftig vom Leben durchglüht und mit der Gestaltungs- und Erfindungsgabe des echten Künstlers entwickelt sind. Auch dem Erzähler blickt meist der Dramatiker über die Schulter. Die Charaktere so sicher wie möglich zu erfassen und aus ihrem Wesen und Wirken, ihren Gesinnungen und Leidenschaften naturnotwendig ihr Schicksal hervorwachsen zu lassen, das lockt ihn am meisten. Die breite, behagliche Freude am Ausmalen und am Beschreiben, das liebevolle Sicheinfühlen in die Umgebung, das Gottfried Keller als Epiker groß und bedeutend macht, ist ihm fremd. Nicht wenige seiner Erzählungen sind überhaupt echte Dramenstoffe, die nur aus begründeter Furcht vor der Wiener Zensur nicht die Bühne erreichten. Zu dieser letzteren Gattung gehört auch der „Schandfleck“, der erste große Roman Ludwig Anzengrubers, der Weihnachten 1876 als Buch herauskam, nachdem er zuvor in der österreichischen Familienzeitschrift „Die Heimat“ veröffentlicht worden. Der Dichter stand auf der Höhe des Ruhmes. Der „Pfarrer von Kirchfeld“, der „Meineidbauer“ und die drei Meisterkomödien „Kreuzelschreiber“, „Gewissenswurm“ und „Doppelselbstmord“ hatten die Probe im Rampenlicht glänzend bestanden, dagegen war der Erzähler Anzengruber bisher nur mit kurzen Geschichten und Märchen...

This is a limited preview. Download the book to read the full content.

Ever read a book where you can almost smell the woodsmoke and feel the judgmental stares? That's Der Schandfleck. It's set in a rural Austrian village where everyone knows everyone's business, and reputation is everything.

The Story

We follow Martin, a hardworking young farmer. His life is shadowed by a dark cloud: the mystery of his birth. There's a rumor, a 'stain' on his origins, that the whole village knows but only talks about in hushed tones. This secret follows him like a ghost, poisoning his chances for love, respect, and a normal life. The plot revolves around Martin's struggle to build a future while this old shame tries to drag him down. It's a tense, quiet battle against whispers and sideways glances.

Why You Should Read It

Anzengruber nails the claustrophobic feeling of a small community. The characters aren't villains in the classic sense; they're just people trapped by tradition and fear. You feel for Martin's frustration and root for him with every page. The book asks a tough question: is your fate sealed by where you come from, or can you define yourself? It's a deep theme wrapped in a very human, grounded story.

Final Verdict

Perfect for readers who love character-driven historical fiction that focuses on social pressures, not swordfights. If you enjoyed the moral weight of Hawthorne's The Scarlet Letter or the village intrigues in a George Eliot novel, but want a Central European flavor, this is your next great read. It's a slow burn, but the emotional payoff is worth it.



📢 Public Domain Content

This book is widely considered to be in the public domain. Feel free to use it for personal or commercial purposes.

Joseph Brown
1 year ago

Amazing book.

Lisa Taylor
1 year ago

Just what I was looking for.

Charles Garcia
1 year ago

I have to admit, the atmosphere created is totally immersive. Thanks for sharing this review.

Jessica Gonzalez
2 weeks ago

Essential reading for students of this field.

Dorothy Smith
11 months ago

Very helpful, thanks.

4.5
4.5 out of 5 (18 User reviews )

Add a Review

Your Rating *
There are no comments for this eBook.
You must log in to post a comment.
Log in


Related eBooks