Nervosos, Lymphaticos e Sanguineos by Alberto Pimentel

(11 User reviews)   6820
By Ronald Gonzalez Posted on Dec 25, 2025
In Category - Economics
Pimentel, Alberto, 1849-1925 Pimentel, Alberto, 1849-1925
Portuguese
Ever wondered what made people tick in 19th-century Brazil? Not just their thoughts, but their actual physical and social 'humors'? That's the wild ride Alberto Pimentel takes you on in this 1894 book. Forget dry history. Pimentel acts like a cultural detective, trying to figure out why Rio de Janeiro society was so divided. He creates three personality types—the nervous, the lymphatic, and the sanguine—and uses them to explain everything from politics to fashion. It's part science, part gossip, and a completely fascinating look at a world trying to understand itself through the pseudoscience of its time. Think of it as a personality quiz for an entire city, written over a century ago.
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sie sollen die Bewegung auch in den unteren Schichten fördern. Als eifrige Kämpferin für unser gutes Recht habe ich vielfach Gelegenheit gehabt zu sehen, daß fast alle deutschen Frauen unter den Kämpferinnen, auch die tüchtigsten, die Kirche am Turm anfangen zu bauen, d. h., sie berücksichtigen bei ihrem Streben immer nur das Frauenstudium und die Gleichberechtigung mit dem Mann, ohne in die unteren Kreise hinabzusteigen, um die Frauen dort kennen zu lernen. _Auch ich will Gleichberechtigung mit dem Mann_; aber so lange Tausend und aber Tausend von Frauen in Elend, Knechtschaft und Verrohung schmachten, muß erst diesen geholfen werden, ehe man die _verhältnißmäßig_ noch gut dastehenden Oberen unterstützt. In meinen Bestrebungen hat mir, zwar indirekt, aber dennoch als Bahnbrecher, Paul Göhre, der Verfasser von »3 Monate Fabrikarbeiter und Handwerksbursche«, Verlag von Grunow, Leipzig, den Weg gewiesen; ihm verdanke ich die Idee, er war mein Pionier. Sobald der Plan in mir gereift war, gleich Göhre als Arbeiterin unter Arbeiterinnen zu leben, machte ich mich ans Werk, um ihn auszuführen. Da für mich -- in Berlin -- Spandau die nächste Fabrikstadt ist, so wandte ich mich an die Direktion der fiskalischen Betriebe, an eine Gewehr- und eine Pulverfabrik, mit der Bitte, mir daselbst Arbeit zu geben; allein mein Verlangen, ebenso ein Gesuch an den Herrn Kriegsminister, blieb unberücksichtigt. Aus welchen Gründen mir der Eintritt in jene Betriebe nicht gestattet wurde, kann ich nicht begreifen; daß die fiskalischen Betriebe irgend etwas in der Behandlung ihrer Arbeiterinnen zu verheimlichen hätten, kann ich mir nicht denken. Ich erhielt endlich, nach langen Bemühungen, Arbeit in einer Berliner Fabrik; allein dort konnte ich nicht das gewünschte Material finden, mir war es um eine _typische_ Arbeiterbevölkerung zu thun. Herrn Louis Gr. (Inhaber der Firma Gebrüder Gr.), dem Besitzer eines großen Strumpf- und Trikotagengeschäftes in der Königstraße, den ich als seine Kundin kennen und schätzen gelernt hatte, vertraute ich mich an, weil ich wußte, daß dieser Herr mit den größten Chemnitzer Fabriken in Geschäftsverbindung steht, und mir infolge dessen wohl ein Unterkommen vermitteln würde. Ich hatte mich nicht geirrt. In Herrn Grs. Empfehlungen hatte ich ein »Sesam, öffne Dich!« gefunden, das mir den Eintritt in die meisten Chemnitzer Fabriken verschaffte, sodaß ich nur zu wählen brauchte. Ich habe, im Gegensatze zu Paul Göhre, in vier Fabriken verschiedener Branchen gearbeitet, sowie in einer Fabrik auf dem Lande, um die Landarbeiterbevölkerung und die Hausindustrie kennen zu lernen. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, daß ich jede Minute des Tages zur Arbeit verwandte, daß ich meine Gedanken beständig koncentrierte, um möglichst viel zu erfahren. Ich bin Abend um Abend, Sonntag um Sonntag mit meinen Arbeits-Genossinnen zusammengewesen, ich habe mit ihnen fast alle Vergnügungs- und Tanzlokale besucht. Trotzdem aber bitte ich, meine Betrachtungen nicht als ein _apodiktisches_ Urteil über die Arbeiterinnen anzusehen; ich werde versuchen, stets objektiv zu bleiben, alles so zu schildern, wie ich es _vielfach, nicht nur hie und da_, gefunden habe, und bemerke noch, daß ich hier _nur_ von der sächsischen Arbeiterin spreche. Wenn auch mein Buch einen Sturm von Entrüstung bei denen hervorrufen wird, die seinerzeit Göhres Werk angriffen als »ein feiges Sicheinschleichen in das Vertrauen des harmlosen Arbeiters«, so bin ich doch getrost; ich habe jene _schweren_ Monate _nur zum Wohle meiner leidenden Geschlechtsgenossinnen_ durchgemacht. Ich allein kann es beurteilen, was ich in jenen Verhältnissen, die mir bis dahin gänzlich fremd gewesen, gelitten, wie bitter schwer es mir oft wurde, den traurigen Vergnügungen nachzugehen. Ich allein weiß es, wie manche Nacht ich vor Erschöpfung, vor übergroßer Ermüdung nicht einschlafen konnte, wie ich bei der schweren körperlichen Maschinenarbeit oft glaubte zusammenzubrechen. Nur die aufopfernde, treue Pflege meines Mannes, der...

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Picture Rio de Janeiro in the 1890s. It's a city buzzing with change, new ideas, and a lot of social tension. Alberto Pimentel, a sharp-eyed journalist and writer, decides to make sense of it all. But instead of writing a straightforward political essay, he gets creative.

The Story

Pimentel borrows an old idea from ancient medicine: the theory of the four humors. He focuses on three types—the Nervous, the Lymphatic, and the Sanguine—and uses them as labels for different groups in society. The 'Nervous' are the intellectuals, artists, and anxious modern folks. The 'Lymphatic' are the slow-moving, traditional, and often conservative types. The 'Sanguine' are the passionate, impulsive, and active people. The 'plot' is watching Pimentel apply these labels. He diagnoses politicians, critiques social events, and even analyzes fashion trends through this quirky lens. It's less a story with a hero and more a series of connected observations about why people clash.

Why You Should Read It

This book is a time capsule with a personality. You're not just getting facts about 1890s Brazil; you're getting the vibe. Pimentel's writing is witty and often sarcastic. You can feel his frustration and fascination with his fellow citizens. It shows how people have always tried to put each other in boxes to understand complex social problems. Reading it today, you'll catch yourself thinking, 'Hey, I know a Nervous type!' or 'That sounds just like modern political debates.' It's a reminder that the way we talk about personality types isn't so new.

Final Verdict

Perfect for curious readers who love offbeat history, social science, or vintage psychology. If you enjoy books that explore how societies label themselves, or if you're fascinated by the sometimes-strange ideas of the past, this is a gem. It's not a fast-paced novel, but more like a long, clever coffee-shop conversation with a very observant friend from another century. Just be ready for some outdated science—read it for the cultural insight, not the medical advice!



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Carol Young
1 year ago

After hearing about this author multiple times, the storytelling feels authentic and emotionally grounded. Thanks for sharing this review.

Nancy Jackson
5 months ago

I stumbled upon this title and it creates a vivid world that you simply do not want to leave. Highly recommended.

Linda Hernandez
1 year ago

After hearing about this author multiple times, the flow of the text seems very fluid. Don't hesitate to start reading.

Kevin Scott
8 months ago

As someone who reads a lot, it manages to explain difficult concepts in plain English. Don't hesitate to start reading.

Nancy Taylor
5 months ago

I have to admit, the emotional weight of the story is balanced perfectly. Truly inspiring.

4.5
4.5 out of 5 (11 User reviews )

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