Aus Kroatien: Skizzen und Erzählungen by Arthur Achleitner

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By Ronald Gonzalez Posted on Dec 25, 2025
In Category - Productivity
Achleitner, Arthur, 1858-1927 Achleitner, Arthur, 1858-1927
German
Ever wonder what Croatia was like before tourists and Instagram? This book is your time machine. Arthur Achleitner wrote this collection of sketches and stories after traveling through Croatia in the late 1800s, and it's a world away from the sunny beaches we know today. He captures a land of rugged mountains, ancient customs, and simmering tensions. It's not one big story, but a series of vivid snapshots—a glimpse of village life here, a local legend there, a portrait of a proud fisherman somewhere else. The real 'conflict' is between the old world he's documenting and the modern changes just beginning to creep in. If you love travel writing or historical atmosphere, this is a forgotten gem waiting to be rediscovered.
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beim Anblick meines Namens auf Büchern sofort an die — Alpen zu denken. Freundschaftliche Beziehungen führten dann über die Grenzen des bisherigen Arbeitsgebietes der deutschen Berge; es kam zum Studium von Land und Volk der interessanten Bergslovenen in der südlichen Steiermark; eine Studienreise durch Dalmatien usw. erweckte den Wunsch, den Südosten kennen zu lernen. Sehnsucht und noch viel mehr: Trotz, weil man mich schon in jungen Jahren vor — _Kroatien_ und Slavonien „gewarnt,“ diese Länder höhnisch als — „Halbasien“ bezeichnet hatte. Der Gewissenhaftigkeit wegen war für die Studienreise durch Dalmatien und Montenegro usw. die kroatische Sprache erlernt worden. Mit der zur Verständigungsmöglichkeit ausreichenden Kenntnis dieses auf heimatlichem Boden verspotteten, aber gar nicht übel klingenden Idioms ausgerüstet, kam es zunächst zu einer Automobilreise durch Kroatien bis zum südlichsten Zipfel dieses in manchen Bezirken märchenschönen Landes, der Küste entlang wieder herauf nach Fiume, worauf der Entschluß zu einem längeren Aufenthalt auf kroatischem Boden gefaßt wurde. Gütige Einladungen seitens des gastfreundlichen Adels führten von Schloß zu Schloß; es begann ein Wandern von einer curia nobilis zur andern, von Dorf zu Dorf mit geschultem Blick für landschaftliche Schönheit und Wildbestand, mit rasch erweiterten Kenntnissen in der Geschichte des Landes, mit der sozusagen Spürnase für echtes Volksleben. Der beste Begleiter war jedoch das — Fundglück. Die südslavische Gastfreundschaft mutet märchenhaft an; das Schönste an ihr ist für den Forscher und Schriftsteller, daß sie willig gibt, was sie hat: die Chronik des Hauses. Wo das Geschriebene nicht hinreichte, half liebenswürdige Aussprache, das Erzählen alter Familienglieder in Schlössern, Edelsitzen, Dörfern. Monatelang ein Schöpfen, ein Sammeln fesselnder „Stoffe“ mit verjüngender Schaffensfreude. Als mit der Ausarbeitung begonnen wurde, vernichtete der Krieg alles. Mittlerweile hat der Federfuchser die Grenze des Greisenalters überschritten. Und Kroatien gehört jetzt nicht mehr zu Ungarn, sondern zur Država S H S, d. h. zum Staate Srbska (serbisch) Hrvatska (kroatisch) Slovenska (slovenisch). Ob und wie lange die Verbindung dieser bedeutungsvollen drei Buchstaben währen wird, das zu untersuchen, ist nicht meine Aufgabe. „Zärtliche Liebe“ hat die drei — nicht vereinigt. Auch das gegenseitige Sprachverständnis ist nicht so innig, als man den Fernstehenden glauben machen will. Es hat das hintere S Mühe, sich mit dem vorderen S zu verständigen, weil der Dialekt ausschlaggebend und zu sehr abweichend ist; das H vergeht das vordere S gut, das hintere aber nur dann, wenn der Slovene nach der Schrift sehr rein spricht. Wobei politisch dem H nicht das vordere, sondern das hintere S sympathischer ist aus Gründen, die in der Vergangenheit wurzeln. Aus Kroatien haben Briefe den Weg in meine Arbeitsstube gefunden, allen Hindernden zum Trotz. Den Bitten lieber Freunde, wenigstens einen Teil des gesammelten „Stoffes“ aus dem Kroatenlande verarbeitet der deutschen Leserwelt zu unterbreiten, komme ich umso lieber nach, als das treue Gedenken Freude bereitete, der Wunsch auf kroatischer Seite, dem Deutschen einen Blick in die alten und neuen Verhältnisse Kroatiens zu gewähren, Beachtung verdient. Die „Stoffe“ sind zu Skizzen und Erzählungen verarbeitet; ehrlich, gewissenhaft, ohne jede „Schönfärberei“. München, im März 1920. Arthur Achleitner. Drei Regimentsbefehle. Im Süden Kroatiens, Lika (d. h. Abgrenzung, Grenzland), herrscht die Melancholie des Karstes. Das Gebiet ist zwar noch begrünt, doch die wenigen schmalen Flußtäler mit Wasserläufen, die plötzlich im Boden verschwinden, unterirdisch weiterlaufen und unvermittelt wieder zutage treten, sind tief eingerissen. Düster und völlig kahl ragen aus diesem Karstlande Felsberge auf, die den Eindruck der Traurigkeit noch steigern. Nur wenige Täler und Mulden, Dolinen genannt, erweisen sich in der Lika als fruchtbringendes Ackerland. Um die Zeit zu Ende der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts mußten die Bauern als Soldaten der Likaner Militärgrenze von den Offizieren geradezu gezwungen werden, den Boden zu bearbeiten, wobei Ackergeräte...

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First published in 1892, Aus Kroatien isn't a novel with a single plot. Think of it as a traveler's notebook brought to life. Achleitner, a journalist and novelist, journeyed through Croatia when it was part of the Austro-Hungarian Empire. He collected what he saw and heard: the daily rhythms of life in coastal towns and inland villages, folktales passed down through generations, and his own observations of the landscape and people. The book moves from humorous anecdotes to poignant moments, painting a full-color picture of a place most of his German-speaking readers had never seen.

Why You Should Read It

This book has a quiet magic. Achleitner has a great eye for the small, telling detail—the way a local greeting is given, the specific pride in a traditional craft, the atmosphere of a marketplace at dusk. You can almost smell the Adriatic salt and hear the chatter in a village square. It's history from the ground up, not from a history book. He doesn't judge or romanticize too heavily; he mostly just shows you what's there, which makes it feel honest and real. Reading it today, there's a bittersweet feeling—you're seeing a culture preserved in ink, knowing how much would change in the century to come.

Final Verdict

This is a perfect pick for the patient, curious reader who loves armchair travel and social history. If you enjoyed books like Patrick Leigh Fermor's travelogues or Jan Morris's essays, you'll find a kindred spirit in Achleitner. It's also a treasure for anyone with Croatian heritage wanting a window into their past. Fair warning: it's a slow, observational read, not a page-turning thriller. But if you let yourself sink into its rhythm, you'll be rewarded with a truly immersive trip to another time.



🏛️ No Rights Reserved

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Anthony Flores
9 months ago

Citation worthy content.

Donald Rodriguez
1 year ago

Having read this twice, the content flows smoothly from one chapter to the next. Don't hesitate to start reading.

Elijah Johnson
2 months ago

Very helpful, thanks.

Emily Lewis
1 year ago

I started reading out of curiosity and the emotional weight of the story is balanced perfectly. I would gladly recommend this title.

Susan Harris
1 year ago

Clear and concise.

4.5
4.5 out of 5 (10 User reviews )

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